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Ahe Hammer
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Technik Ahe Hammer
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Technik Ahe Hammer
Im Tal der Schwarzen Ahe  
 
an der Landstraße 879, die von der B 229 zwischen Werdohl und Lüdenscheid nach Herscheid führt, liegt der alte Ahe-Hammer. Mit seinen aus Grauwacke erbauten Mauern, dem dunklen Fachwerk und dem flachen niedrigen Dach, fügt sich dieses Industriedenkmal harmonisch in die Landschaft ein.  
Es ist eine alte Hammerschmiede aus den ersten Anfangen der Krupp Brüninghaus GmbH, die diese Produktionsstätte als Wahrzeichen eisengewerblicher Tätigkeit der Reidemeister liebevoll pflegt.  
Seit Jahrhunderten im Besitz der Familie Brüninghaus, ist er „heute“ Firmeneigentum (...).  
Bis 1941 wurde von kundigen Hammerschmieden noch Zieheisen hergestellt. Vorübergehend stillgelegt, im Jahre 1950 instandgesetzt und renoviert, steht er unversehrt mit all seinen früheren Einrichtungen, Wasserzulaufen und Antrieben einem interessierten Publikum für Vorführungen zur Verfügung.  
Die Antriebsenergie des Hammers ist das Wasser der in einem Hammerteich gestauten Ahe. Durch Flutkästen stürzt es auf zwei oberschlächtige Wasserrader von ca. 3 m Durchmesser. Eines erzeugt dabei in einem Blasebalg den Wind für die Ofen, während das andere über ein Getriebe, das allerdings jüngeren Datums ist, die Hammerachse, das kostbarste Stück des Hammers, treibt. Diese Achse, ein Eichenstamm von rund 7 m Lange und von fast 1 m Durchmesser, ist mit zwei eisernen Nocken im Riedwerk gelagert.  
In der Schmiede des Ahe-Hammers befinden sich zwei Hämmer, einer von 90 kg und einer von 160 kg Hammergewicht. Die eigentlichen Hammer bestehen jeweils aus einem Eichenstamm, „Hammerhelf" genannt, der in einer beidseitig zugespitzten „Hülse" eingekeilt ist, die ihn wie einen Ring umgibt. Die Hammer sind mit der Hülse zwischen den zwei „Platteisen" der senkrecht stehenden Eichbaume beweglich gelagert.  
Diese „Suhlen", durch eiserne Bänder vor dem Bersten bewahrt, sind im Erdreich und gegeneinander durch Eisenstangen verankert. Das ,Hammerhelf' ist so in der „Hülse" befestigt, daß sich sein kürzeres  
Ende mit dem,,Helfband" der Hammerachse zuwendet, während das längere den „Hammer" mit dem ,Geschläge" tragt. Unter diesem ist der stahlerne ,,Amboß" auf der bandagierten, ebenfalls aus Eichenholz bestehenden,,Schabotte" im Erdreich verankert.  
Durch Ziehen des sich am Flutkasten befindlichen „Schütts" wird das Wasserrad and damit die Achse in drehende Bewegung gesetzt. Die „Kammen", das sind eiserne Zähne, die in Form eines Kranzes auf der Hammerachse sitzen, treffen dann von oben her auf das,,Helfband" des Hammerstieles und werfen diesen nach unten. Bedingt durch die bewegliche Lagerung der „Hülse", hebt sich das vordere Hammerende. Unter dem kurzen Ende des ,Hammerhelfs" ruht auf einem mit der ,Suhle" verbundenen Eichenbaum der ,Stößer", eine Platte, die durch die Rilckfederung des Querbaumes den mit dem „Helfband" auftreffenden Hammerstiel zurückwirft. Dadurch schlägt der Hammer mit voller Wucht auf das rotglühende Werkstück, das der Schmied zwischen die,,Geschläge" halt. Dabei sitzt er auf einem im  
Dachgebälk befestigten Schaukelstuhl, ,,Wippe" genannt.  
So entstand vor alter Zeit aus jenen,,Kolben" oder ,Luppen" genannten Frischklumpen unter den harten, aber geschickten Handen des Schmieds der so begehrte markische Osemund.  
Er war Ausgangsprodukt fur die in der Grafschaft Mark verarbeiteten Drahtwaren.  
Neben der eigentlichen Schmiede sind noch der alte Kohlenbunker, die Schreibstube -das,,Comptoir"- und die Schlafstube der Schmiede erhalten, die einen interessanten Einblick in das anspruchslose Arbeitsleben der Schmiedeleute geben.  
Quelle: „Der historische Ahe-Hammer“  
Krupp Brüninghaus GmbH ca. 1995
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Der Wasserzulauf
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Ahe Hammer
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Zeichnung Technik Ahe Hammer
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Ahe Hammer
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Die Schreibstube
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