Industriedenkmal-Stiftung
Industriedenkmal-Stiftung NRW, 01.08.2010 08:24
www.industriedenkmal-stiftung.de/docs/931697063738_de
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11. Juli bis 29. August 2010  
Parallaxe  
Ausstellung in der Kompressorenhalle von Margret Roters
 
 
Zeitgenössische Kunst wird in den „white cubes“ moderner Museen und Galerien anders wahrgenommen als in historischen Räumen, erst recht wenn es sich hierbei um industrielle Räume handelt. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Künstlerinnen und Künstler sich mit ihren Werken in Maschinenhallen, Waschkauen oder Kohlenbunker stillgelegter Anlagen positionieren und so in einen Dialog mit historischen Gebäuden und technischen Anlagen treten, mit dem Ziel, zu einer neuen Wahrnehmung zu gelangen. In ihrer Ausstellung „Parallaxe“ macht sich Margret Roters dieses Thema explizit zur Aufgabe: Die Werke von intensiver Farbigkeit und die industrielle Umgebung fordern den Betrachter auf, seine Wahrnehmung abhängig von seinem Standpunkt zu überprüfen. Treffend hat die Künstlerin daher ihr Ausstellungsprojekt „Parallaxe“ genannt. Als solche bezeichnet man in der Physik die scheinbare Änderung der Position eines Objektes, wenn der Beobachter seine eigene Position verändert.  
Eine autonome Verwendung der Farbe im all-over Prinzip ist charakteristisch für die in Düsseldorf lebende Künstlerin Margret Roters. Lichtreflexe und Oberflächenbeschaffenheit ermöglichen zudem ein vielfältiges Spiel zwischen den tonnenschweren, dunklen Maschinen und den farbintensiven Bildern, die aufgrund der experimentellen Hängung parallaktische Situationen erzeugen: Die Besucher bewegen sich durch den Raum und betrachten einmal die heute funktionslosen Maschinen mit den „Augen der Kunst“, einmal die Kunst mit den „Augen des Raumes und der Maschinen“.  
 
Ausstellung „Parallaxe“  
Ort: Kompressorenhalle Kokerei Hansa  
Zeit: 11.07.-29.08.2010, Di-So von 10 bis 18 Uhr  
Eintritt:3 Euro
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16. Juli bis 27. August 2010  
 
Kohlenstaub auf heißen Sohlen  
In den Sommerferien ist im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Essen der Ferienspatz unterwegs. So auch auf der Kokerei Zollverein im Essener Norden. Vom 16. Juli bis 27. August folgen jeden Freitag kleine Nachwuchskoker den Spuren der Kohle über das faszinierende Industriedenkmal und lüften das Geheimnis rund um die Koksproduktion.  
 
Ausgestattet mit Helm begeben sich die kleinen Entdecker auf Schatzsuche! Dabei müssen sie spannende Rätsel lösen und knifflige Aufgaben bestehen. Zusammen mit einem Begleiter der Industriedenkmalstiftung folgen sie geheimnisvollen Wegen über Förderbandbrücken und Rohrleitungen, balancieren auf Schienen über die Koksofendecke und wagen sich sogar in die Koksöfen hinein, wo zu Betriebszeiten über 1.000 Grad Celsius herrschten. Warum es den Öfen so heiß war und was genau in den schmalen Ofenkammern geschah, das finden die Kinder spielerisch heraus und kommen dem Schatz immer näher.  
 
 
Kohlenstaub auf heißen Sohlen  
Termine: Freitags in den Sommerferien, um 10 Uhr  
16., 23., 30 Juli 2010, 06., 13., 20., 27. August 2010  
Kostenbeitrag: 3 €  
Ort: Welterbe Kokerei Zollverein, Infopunkt Mischanlage, Arendahls Wiese, 45141 Essen  
 
Anmeldung erforderlich unter 0231/931122-33
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21. Juli 2010  
 
„Inselträume – Trauminsel“ – Workshop für Kinder mit der Künstlerin Angelika Herker  
 
In den Sommerferien verwandelt sich die ehemalige Kantine auf der Kokerei Hansa wieder in ein Atelier für kleine Künstler. Zusammen mit der Hattinger Künstlerin Angelika Herker begeben sich die Kinder auf eine Traumreise und erschaffen Robinsoninseln, Ufoinseln oder Schatzinseln mit exotischen Tieren und Pflanzen, mit Booten und Hängematten, zum Spielen, Baden und Träumen. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Auf schwimmenden Styroporunterlagen werden Lieblingsinseln gestaltet und in den Wasserbecken der Kokerei zu Wasser gelassen.  
 
Workshop „Inselträume – Trauminsel“  
Für Kinder ab 8 Jahren  
Ort: Kokerei Hansa, Kantine  
Zeit: 21.07.2010, 11.00 –14.00 Uhr und 14.30 – 17.30 Uhr  
Kosten: 10 Euro (inkl. Material)  
 
Anmeldung erforderlich unter 0231-931122-42.
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3. bis 18.September 2010  
 
Paradise  
Eine Endeckungsreise von Theatre-Rites für Menschen ab 8 Jahren  
Uraufführung  
 
Salt von Sue Buckmaster und Theatre-Rites war einer der Höhepunkte der Saison 2008. Mit ihrem neu kreierten Stück Paradise kehren die Theatre-Rites-Intendantin und ihr Team, Ausstatter Jeremy Herbert, Choreograf Luca Silvestrini und Komponist Nick Powell, in diesem Jahr zur Ruhrtriennale zurück. In der Mischanlage der Kokerei Zollverein werden sie sich von Volksgeschichten, Märchen und Pilgererzählungen inspirieren lassen und zu einer abenteuerlichen Exkursion durch zwölf Gemächer aufbrechen, bei der jeder Schritt neue paradiesische Visionen eröffnet. Acht Reisende suchen gemeinsam mit dem Publikum ihr eigenes Paradies, betreten magische Welten, Wälder aus Licht, regnende Räume und Gemächer voller Wunder  
und Überraschungen. Ein einmaliges Erlebnis für 60 Zuschauer pro Vorstellung, geeignet für Kinder ab acht Jahren und Erwachsene, inspiriert von der besonderen Atmosphäre der Mischanlage der Kokerei Zollverein.  
 
Ein Auftragswerk der Ruhrtriennale in Kooperation mit Theatre-Rites.  
 
Paradise  
Ort: Kokerei Zollverein, Mischanlage, Arendahls Wiese, 45141 Essen  
Aufführungen:  
4. September, 16.00 Uhr,  
5., 10., 12., 17. und 19. September,jeweils 11.00, 14.30 und 17.30 Uhr,  
7. und 14. September, jeweils 11.00 und 14.30 Uhr  
8., 9., 15. Und 16. September, jeweils 11.00 Uhr  
11. und 18. September, jeweils 14.30 und 17.30 Uhr  
Voraufführung 3. September, 16.00 Uhr  
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Mehr Informationen unter www.ruhrtriennale.de
 
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12. September 2010  
Tag des offenen Denkmals
 
 
"Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" lautet das Motto des diesjährigen, bundesweiten Tags des offenen Denkmals am 12. September 2010, der in Lüneburg eröffnet wird. Auch auf der Kokerei Hansa, die zu Betriebszeiten und auch noch einige Jahre nach der Stilllegung 1992 eine geheimnisvolle, geradezu "verbotene Stadt" war, wird dieser Tag gefeiert. Schließlich ist die ehemalige Großkokerei geradezu prädestiniert für das Motto, verweisen doch Eisenbahnschienen, Förderbänder und ein weit verzweigtes Rohrsystem auf den regen Transport von und zur Kokerei: Kohle wurde über Transportbänder und Eisenbahn angeliefert, Koks über die Schienen zu den umliegenden Hüttenwerke transportiert, Gas strömte durch meterdicke Leitungen und sogar Salz wurde über das Verkehrsnetz ausgeliefert.  
Neben vielen spannenden Relikten aus der Zeit der Dortmunder Montanindustrie, präsentieren natürlich auch in diesem Jahr Schüler der Gustav-Heinemann- Gesamtschule ihre Projekte aus dem Kunstunterricht.  
 
Kleiner Tipp: Wer mit seiner Erkundungstour nicht bis zum Tag des offenen Denkmal warten möchte, ist bei den offenen Führungen, die wöchentlich stattfinden, herzlich willkommen.  
 
Tag des offenen Denkmals  
Ort: Kokerei Hansa  
Zeit: 12.09.2010, 10 bis 18 Uhr  
Eintritt frei  
 
Programm  
11.00 Uhr  
Eröffnung der Ausstellung „Und er bewegt sich doch, der Pott!“  
Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule präsentiert die Ergebnisse ihrer Projektwochen in einer Kunstausstellung.  
 
12.00 – 17.00 Uhr  
„Hin und weg“ - Transportsysteme der Kokerei Hansa“  
Führungen und Wissenstransport, jeweils zur vollen Stunde.  
 
11.00 – 17.00 Uhr  
Ab ins Netz - Ein Gaskompressor in Bewegung, jeweils zur vollen Stunde.  
 
11.00 – 17 Uhr  
one-on-one / Kunstausstellung im „Hochhaus Hansa“  
Michael Sistig, Robert Seidel, So-Young Park, Amely Spötzl u.a.  
 
12.00 – 15.00 Uhr  
Mit Karlchen Koks auf Schlangensuche, jeweils zur vollen Stunde.  
Ausgerüstet mit Helm können kleine Entdecker im Dschungel von merkwürdigen Rohrleitungen eine große stählerne Schlange aufspüren...  
 
13.00 – 17.00 Uhr  
Pendelverkehr mit einer historischen Straßenbahn zum Bahnhof Mooskamp
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25.September bis 8. Oktober 2010  
 
Gisela! oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks  
Ein Musiktheaterstück  
Von Hans Werner Henze, Christian Lehnert und Michael Kerstan  
Uraufführung  
 
Pierre Audi inszeniert Gisela! oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks, Hans Werner Henzes neues Musiktheaterstück für das Ruhrgebiet. Henze versucht in seinem neuesten Werk extreme Pole miteinander zu verbinden und unmöglich erscheinende Kombinationen zu ermöglichen. Zwischen Commediadell’Arte- Improvisationen, die in Chaos auszuarten scheinen, und Gebrüder-Grimm-Romantik, die zu Albträumen mutiert, regiert über allem aber das große Gefühl. Die Hauptfigur Gisela trifft in Neapel ihre wahre Liebe Gennaro und tauscht dafür gerne ihren deutschen Verlobten ein, wenn der neue »Italian Lover« nur bereit ist, sich auch auf die schönen Seiten von Oberhausen einzulassen. Hinterhältigen Eifersüchteleien und übertriebenem Machogehabe wird schließlich ohne Vorwarnung durch den Ausbruch des Vesuvs ein Ende gesetzt.  
Ein großes Anliegen des Komponisten bei dieser neuen Arbeit ist die Hinwendung zu der jungen Zuschauer- und Darstellergeneration. So werden im Ruhrgebiet tätige jugendliche Musik- und Theaterschaffende in die Uraufführung miteinbezogen, um ihr kreatives Potential und ihre künstlerische Identität zu entdecken, zu fördern, herauszufordern und zu präsentieren.  
 
Eine Uraufführung der Ruhrtriennale. Ein Auftragswerk der Sächsischen Staatsoper Dresden und  
der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 für »Das Henze-Projekt«.  
 
 
Gisela! oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks  
Ort: Maschinenhalle Zeche Zweckel, Frentroper Straße, 45966 Gladbeck  
Aufführungen:  
25., 28., 30. September sowie 2., 3., 6. und 8. Oktober,  
jeweils 19.30 Uhr  
 
Weitere Informationen unter www.ruhrtriennale.de
 
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4. November 2010  
 
"Mehr Licht! – Die europäische Aufklärung weiter gedacht Ein Kooperationsprojekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 mit dem Literaturbüro Ruhr e.V. Veranstalter und Herausgeber: Literaturbüro Ruhr"  
 
Armut in Deutschland? Perspektiven einer Kritik des Neoliberalismus – Vortrag und Gespräch mit Prof. Christoph Butterwegge und Marc Bülow  
 
„‘Neoliberalismus‘ steht für eine seit den 1930er-Jahren entstandene Lehre, die den Markt als Regulierungsmechanismus gesellschaftlicher Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse verabsolutiert. (...) Das gesellschaftspolitische Projekt des Neoliberalismus strebt nach einem Kapitalismus ohne wohlfahrtsstaatliche Begrenzungen. (...) Das neoliberale Denken ist in fast alle Lebensbereiche eingedrungen und seine Hegemonie, d.h. öffentliche Meinungsführerschaft des Marktradikalismus, deshalb nur schwer zu durchbrechen.“ Das schreiben Prof. Christoph Butterwegge und seine Ko-Autoren Lösch und Ptak 2007 in ihrem Buch „Kritik des Neoliberalismus“.  
 
 
Mehr Informationen hier  
 
 
Termin: 4.11.2010, 20 Uhr  
Ort: Kokerei Hansa, Waschkaue; Emscherallee 11, 44369 Dortmund-Huckarde  
Eintritt: 3/7 Euro (ermäßigt/Abendkasse & Vorverkauf)
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