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Baumaßnahmen auf Kokerei Hansa
Sanierung des Verwaltungs- und Waschkauengebäudes  
Von Oktober 2007 bis Anfang 2008 wurden Besucher aufgrund von Sanierungsmaßnahmen im Verwaltungs- und Waschkauengebäudeder Kokerei Hansa in einem Containerbüro empfangen. Mit dem Bauprojekt wurde die Attraktivität des Industriedenkmals laut Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, um ein Vielfaches gesteigert, denn nach Jahren der Improvisation können Besucher der Kokerei nun endlich angemessen empfangen werden. Auch die Nutzung der Waschkaue als Mietobjekt für Veranstaltungen von Institutionen, Firmen oder Privatpersonen wird dazu beitragen, den Standort Kokerei Hansa voranzubringen.  
 
Groß, hell und einladend ist nun der Empfangsbereich. Wo früher die Arbeitszeiten der Koker erfasst wurden, können Touristen dann Führungen buchen, Informationen rund um die Industriekultur im Revier erhalten und zugleich „Geschichte“ atmen. Die sogenannte „Markenkontrolle“ ist jetzt in ihren ursprünglichen Dimensionen wieder erfahrbar, nachdem eine später eingebaute Mauer entfernt wurde. In einem annähernd historischen Zustand ist auch der Durchgang zur Kantine und Waschkaue. Der Baubefund lässt deutlich erkennen, dass früher eine offene Pfeilerhalle, die in den siebziger Jahren mit Glasbausteinen geschlossen wurde, die Markenkontrolle nach Osten hin säumte. Die Sanierung sah zwar keine gänzliche Öffnung der Pfeilerhalle vor, doch wurden die Glasbausteine durch Sichtverglasung ersetzt, um zumindest den Arkadencharakter wieder erfahrbar zu machen.  
 
Im Kantinenbereich wurde der hintere Teil durch eine gläserne Wand getrennt, so dass im vorderen Treppenbereich für die Räume im Obergeschoss sowie für die Waschkaue ein Fluchtweg entsteht, der von der Kantine aus durch einen neuen Ausgang unmittelbar ins Freie führt. Ein dringliche Maßnahme war auch die Sanierung der Sanitäreinrichtungen so wie die zusätzliche Einrichtung von WCs für Menschen mit Behinderung. Auch die vorhandenen Büroräume wurden modernen Ansprüchen angepasst, dabei aber teilweise nach historischen Vorbildern rekonstruiert. Zur Sanierung zählte natürlich auch die Erneuerung der Heizungsanlagen sowie der gesamten Elektroinstallationen. In der Waschkaue selber wurden lediglich im Bereich der Duschen vorhandene Glasbausteine in Anlehnung an die historischen Vorbilder durch neue Fenster ersetzt. Insgesamt wurde die Kaue so auf eine baubehördlich genehmigte Nutzung als Veranstaltungsraum vorbereitet. Die bislang üblichen Einzelgenehmigungen gehören damit der Vergangenheit an, so dass die Waschkaue als attraktive Location auch für Vermietungen zur Verfügung steht.  
 
Die umfangreiche Baumaßnahme unter der Leitung des Essener Architekturbüros Böll, die in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Dortmund realisiert wurde, war somit ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Ziele der Stiftung, die denkmalgeschützten, industriellen Gebäude instand zu setzen, neuen Nutzungen zuzuführen und auf dieses Weise für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.  
 
 
Bau des Erlebnispfades Natur und Technik  
In den Jahren 1998 bis 2002 wurde auf der Kokerei Hansa der Erlebnispfad "Natur und Technik" errichtet. In drei Bauabschnitten konnte das Gelände in den wesentlichen Produktionsbereichen durch ein neu angelegtes Wegesystem aus begehbaren Bandbrücken, Rohrbrücken und Stegen erschlossen worden.  
 
Neben dem Ausbau des Wegesystems umfassten die Maßnahmen auch Dach- und Fassadensanierungen an drei Turmbauten und die Erneuerung von Fenstern nach historischen Vorbildern. Um den Besuchern möglichst unterschiedliche Perspektiven auf das Denkmal zu ermöglichen, wurden die Seitenwände der Schrägband- und der Becherwerksbrücke verglast und ein Panoramafenster in den Kohlenturm I eingebaut. Für den Einbau einer neuen Treppenanlage im Kohlenbunker waren umfangreiche Betonsanierungen notwendig.  
 
Entlang der Wegeführung der Erlebnispfade wurden zum Schutz der Besucher an den Gebäuden und Anlagen Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt und die Bausubstanz gesichert. In diesem Zusammenhang wurden z.B. auch die Fenster des "Union-Gebläsehauses" nach historischem Vorbild erneuert.  
 
 
Sanierung der Kompressorenhalle  
Die Kompressorenhalle der Kokerei Hansa mit ihrem einzigartigen technikhistorischen Ensemble wurde in der Zeit von Oktober bis Dezember 2004 umfassend saniert. Ziel der Baumaßnahme war es, die Halle als Kernstück des Erlebnispfades "Natur und Technik" instand zu setzen und als Veranstaltungsraum der Öffentlichkeit in vollem Maße zugänglich zu machen. Die Maßnahme umfasste die Dach- und Fachsanierung am Gebäude sowie die Restaurierung der maschinellen Ausstattung.  
 
Die Kompressorenhalle wurde 1928 als langgestreckter kubischer Baukörper mit flach geneigtem Dach nach Entwürfen des Architekten Helmuth von Stegemann und Stein errichtet. Hochrechteckige Stahlsprossenfenster gliedern die schlichten Backsteinfassaden. Wegen der Vergrößerung des Maschinenbestandes erfuhr das Gebäude 1937/38 eine - vermutlich von Fritz Schupp entworfene - südliche Erweiterung um drei Fensterachsen. Die Kompressorenhalle ist heute ein wertvolles Dokument der Gaswirtschaft, die in den 1920er Jahren ihren Aufschwung nahm und sich auf die Versorgung von Industrie und Haushalten mit Kokereigas konzentrierte. Erst seit den 1960er Jahren wurde das Kokereigas auf dem Markt zunehmend durch den Einsatz von Erdgas verdrängt.  
 
Neben der Erzeugung von Koks war die Gewinnung von Gas, das bei der Verkokung der Steinkohle im Koksofen entstand, der zweitwichtigste Produktionsbereich der Kokerei Hansa. Bis 1992 produzierte die Kokerei Hansa 2,2 Mio. Kubikmeter Kokereigas pro Tag. Ein Teil des gekühlten und gereinigten Gases wurde ins Ruhrgasnetz eingespeist. Zeugen dieser Ferngasverbindung sind die fünf dampfbetriebenen Gaskompressoren von der Firma DEMAG. 1930 nahm man auf Hansa den ersten Gaskolbenkompressor in Betrieb, der zunächst das Hüttenwerk Dortmunder Union mit Gas bediente. Dieser Kompressor existiert heute nicht mehr. Um das Gas auch in das Ferngasnetz einzuspeisen, waren dann ab 1932 drei zweizylindrige Kompressoren aus dem Jahr 1928 betriebsbereit. Das Gas wurde in zwei der drei Kompressoren auf 5 at, später auf 8 at komprimiert. Einen dieser drei Kompressoren ersetzte man 1936 durch einen von der Großkokerei Minister Stein übernommenen Kompressor (ebenfalls Baujahr 1928). Neben diesen drei Kompressoren existieren in der Halle noch zwei jüngere aus den Jahren 1938/39. Sie wurden im Rahmen der Kokereierweiterung aufgestellt und waren ab 1942 betriebsbereit. Des weiteren ist im Innern noch eine Kranbahn erhalten.  
 
Die Kompressoren wurden von einem Restaurator behutsam gereinigt und konserviert. Eine der Maschinen wurde außerdem wieder betriebsbereit gemacht, wobei der Antrieb nicht mit Dampf, sondern mit Elektrizität bzw. mit Luft erfolgen wird. Bei veranstaltungen wird der Kompressor in Aktion den Besuchern vorgeführt.  
 
Die Kokerei Hansa ist als einer der industriekulturell herausragenden Standorte in Nordrhein-Westfalen Schauplatz sowohl für Veranstaltungen wie z.B. die „Extraschicht“, den Tag des offenen Denkmals sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen. Für diese öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten wurde im Zuge der Baumaßnahme in der Kompressorenhalle eine Veranstaltungsfläche angelegt, welche die notwendigen Voraussetzungen für Bestuhlung und technisches Equipment erfüllt.  
 
Mit der Sanierung der Kompressorenhalle wurde ein weiterer großer Schritt in Bezug auf die Erschließung, Instandsetzung und Nutzung der denkmalgeschützten Kokerei Hansa getan.  
 
 
Sanierung des Verwaltungsgebäudes  
Das Verwaltungsgebäude der Kokerei Hansa wurde 2001/2002 umgebaut, um die seit 1997 hier ansässige Geschäftsstelle der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur unterzubringen. Neben der Anpassung der Büroräume an zeitgemäße Arbeitsplatzbestimmungen wurde auch eine Dach- und Fachsanierung am Gebäude durchgeführt.
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<b>Hansa:</b> Aufstieg über die Bandbrücke
Hansa: Aufstieg über die Bandbrücke
<b>Kokerei Hansa:</b> Erneuerung der Fenster am Union-Gebläse-Haus im Jahr 2002
Kokerei Hansa: Erneuerung der Fenster am Union-Gebläse-Haus im Jahr 2002
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