Industriedenkmal-Stiftung
Industriedenkmal-Stiftung NRW, 26.05.2018 09:17
www.industriedenkmal-stiftung.de/docs/8890230179163_de
Geschichte
Auf der Zeche Gneisenau wurde bereits 1873 mit den Abteufarbeiten begonnen, doch konnte aufgrund starker Wasserzuflüsse erst 1886 die Kohleförderung aufgenommen werden. 1891 in den Besitz der Harpener Bergbau-AG gelangt, wurde Gneisenau in den 1920er Jahren zur Großschachtanlage ausgebaut.  
 
Mit Übernahme der Zeche Scharnhorst wurde auf Gneisenau ab 1930 Schacht 4 niedergebracht, der 1934 den Schacht 2 ablöste und als Zentralförderschacht diente. Das in unmittelbarer Nachbarschaft des Tomson-Bocks über Schacht 4 errichtete Doppelbockgerüst (1933) gilt als Wahrzeichen des Ortsteils Derne. Weil die Fördermaschinenhäuser wegen der beengten Platzverhältnisse sehr nah am Fördergerüst stehen mussten, ergab sich für die Streben des Gerüstes eine fast senkrechte Aufstellung. Die noch erhaltenen Zwillings-Dampffördermaschinen (Zweizylinder-Treibscheiben-Fördermaschinen) wurden 1924 und 1934 von der Gutehoffnungshütte Oberhausen gefertigt und im ersten Obergeschoss der Maschinenhäuser installiert, um einen günstigeren Seilneigungswinkel zu erhalten. Von den Maschinen dieser Art existieren heute nur noch wenige.
© Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung der Stiftung