Industriedenkmal-Stiftung
Industriedenkmal-Stiftung NRW, 22.09.2018 03:07
www.industriedenkmal-stiftung.de/docs/8848906984247_de
Geschichte
Die Zeche Schlägel & Eisen in Herten geht auf das Jahr 1873 zurück, als eine Gewerkschaft zur Errichtung eines Steinkohlenbergwerks gegründet wurde. 1874 begann man mit den Abteufarbeiten zu Schacht 1 im heutigen Ortsteil Disteln, 1890 mit Schacht 2. Fünf Jahre später wurde Schacht 3 im südwestlichen Grubenfeld (Ortsteil Langenbochum) niedergebracht und mit der Förderung 1897 begonnen. Als 1990 Schlägel & Eisen und die Zeche Ewald zu einem Verbundbergwerk zusammengelegt wurden, übernahm die Zeche Ewald die zentrale Förderung. Auf Schlägel & Eisen verblieb lediglich die Seilfahrt.  
 
Das Maschinenhaus, ebenfalls von Gellhorn entworfen, wurde zeitgleich mit dem Fördergerüst im Stil des Historismus erbaut. Eine Hälfte des Gebäudes erhielt 1951 eine neue Bestimmung als Waschkaue. Damals wurde auch die historistische Fassade des Maschinenhauses verblendet und an die übrigen Tagesanlagen aus den 1920er/30er Jahren angepasst. Im Inneren sind Reste einer Jugendstil-Schablonenmalerei erhalten, außerdem kann man anhand der Rundbogenfenster noch die ursprüngliche Architektur erkennen. Die Zwillingsdampffördermaschine von 1928 verweist auf die ehemalige Funktion des Gebäudes als Fördermaschinenhaus.
© Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung der Stiftung