Industriedenkmal-Stiftung
Industriedenkmal-Stiftung NRW, 21.06.2018 10:39
www.industriedenkmal-stiftung.de/docs/8461494530233_de
Geschichte
Die Industriellen-Familie Honigmann ließ in den Jahren ab 1909 in der Nähe des damaligen Dorfes Hückelhoven einen Schacht abteufen. Nachdem die Zeche an eine niederländische Kohlenimportgesellschaft veräußert worden war, begann 1914 die Kohleförderung aus Schacht 1. Seit 1917 wurde die Anlage nach den Ehefrauen der neuen Betreiber Sophia-Jacoba genannt. Mit der Fertigstellung weiterer Schächte 1918 (Schacht 2) und 1930 (Schacht 3) wuchs auch die wirtschaftliche und städtebauliche Bedeutung der Zeche für Hückelhoven und die Region. Damals beschäftigte Sophia-Jacoba eine 3300-köpfige Belegschaft.  
 
Bei dem 1929 begonnenen und erst 1934 voll funktionstüchtigen Fördergerüst über Schacht 3 handelt es sich um ein zweigeschossiges Strebengerüst in Fachwerkbauweise. Kennzeichnend sind die zwei übereinander angeordneten Seilscheiben. Mit einer Höhe von 42 Metern bis zur oberen Seilscheibenbühne ist das Gerüst weithin sichtbar und erinnert im Sinne einer Landmarke an den Beginn der Industrialisierung Hückelhovens.
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