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Chronik der Schachtanlagen und der Kokereien Zollverein
1845  
Eine Bohrgesellschaft, zu deren Gründern u.a. der Industriepionier Franz Haniel gehört, findet im Raum Katernberg (heute ein Stadtteil Essens) ein abbauwürdiges Kohlenflöz vor; das Flöz erhält den Namen „Zollverein“ (Namensgeber: der 1834 in Kraft getretene Deutsche Zollverein)  
 
1847  
Zusammenfassung der gemuteten Einzelfelder unter dem Namen Zollverein; Gründung einer Gewerkschaft mit dem Hauptanteilseigner Franz Haniel; Teufbeginn Schacht 1 ca. 500 Meter westlich des Dorfes Katernberg, dem wenig später ein zweiter und 1897 ein dritter Schacht (Schacht 8) folgen  
 
1851  
Beginn der Kohlenförderung aus Schacht 1; das Bergwerk zählt 256 Belegschaftsangehörige und fördert 13.152 Tonnen im Jahr  
 
1855  
Es werden 91.651 Tonnen Kohle gefördert bei einer Belegschaft von 498 Mann  
 
1857  
Inbetriebnahme einer Fahrkunst in Schacht 1 bis zur 2. Sohle; Anfahren der ersten Zollverein-Kokerei zur Versorgung der Hochöfen der Gutehoffnungshütte mit Koks  
 
1858  
Konsolidation aller Einzelfelder zur 13,2 Quadratkilometer großen Berechtsame Zollverein  
 
1859  
Ankauf von Bauernland in Katernberg für die Errichtung von Bergarbeiterkolonien  
 
1860  
Das Bergwerk Zollverein fördert rund 138.400 Tonnen Kohle bei einer Belegschaft von 720 Mann; eine erste Zechensiedlung mit 146 Wohnungen entsteht  
 
1866  
30 Flammöfen werden auf der Kokerei errichtet und 1869 durch 60 weitere ergänzt  
1871  
Koksproduktion auf Zollverein: 16.744 Tonnen  
 
1880  
Teufbeginn von Schacht 3 1200 Meter östlich der Schachtanlage 1/2; der Schacht geht 1882 in Betrieb; zur neuen Schachtanlage kommen später die Schächte 7 und 10 hinzu  
 
1882  
Die Steinkohlenförderung auf Zollverein erreicht rund 500.000 Tonnen bei einer Belegschaft von 1481 Mann; Koksproduktion: 27.700 Tonnen  
 
1890  
Zollverein fördert erstmals über 1 Mio. Tonnen Kohle  
 
1891  
Teufbeginn von Schacht 4 im Nordostfeld, dem später die Schächte 5 und 11 folgen  
1895  
Mit Schacht 6 in Stoppenberg Teufbeginn der vierten Zollverein-Schachtanlage (Förderbeginn 1897); Inbetriebnahme einer Kokerei auf der Anlage 4/5  
 
1900Zollverein fördert 1.752.946 Tonnen bei einer Belegschaft von 5355 Mann  
 
1903  
Schacht 9 wird neben Schacht 6 abzuteufen begonnen  
 
1904  
Bau einer neuen Kokerei mit 60 CoppÈe-Öfen (Inbetriebnahme 1905) im Südwesten der Schachtanlage 1/2  
 
1907  
Die Zollverein-Kokereien produzieren insgesamt 233.825 Tonnen Koks  
 
1914  
Bau und Anfahren von 60 Regenerativ-Öfen auf der Schachtanlage 1/2; Inbetriebnahme einer Kokerei auf der Anlage 3/7/10 mit 120 Regenerativ-Öfen; insgesamt besitzt Zollverein 270 Koksöfen  
 
1918  
Zollverein erzeugt 529.266 Tonnen Koks  
 
1920  
Übergang von Zollverein auf die Phönix AG für Bergbau und Hüttenbetrieb  
 
1926  
Übergang des Phönix in die neu gegründete Vereinigte Stahlwerke AG  
 
1928  
Nach Inbetriebnahme der Zentralkokerei Nordstern in Gelsenkirchen werden die Zollverein-Kokereien stillgelegt; eine Kokerei für die Herstellung von Kleinkoks bleibt aber auf der Anlage 1/2 bestehen  
 
1928-1932  
Errichtung der von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer gestalteten Zentralschachtanlage Zollverein 12; 1932 nimmt sie mit einer Kapazität von 12.000 Tonnen Kohle pro Tag ihren Betrieb auf, gleichzeitig wird die Kohlenförderung auf den anderen Zollverein-Schachtanlagen eingestellt  
 
1934  
Mit der Umorganisation der Vereinigten Stahlwerke gehört Zollverein der neu gegründeten Gelsenkirchener Bergwerks AG an  
 
1937  
Zollverein erreicht seine höchste Förderleistung mit 3.588.000 Tonnen bei 6.835 Beschäftigten und ist leistungsstärkste Zeche im Ruhrgebiet  
 
1945  
Zollverein ist noch einmal förderstärkste Zeche des Ruhrgebiets  
 
1953  
Das Bergwerk wird im Zuge der Entflechtung der Vereinigten Stahlwerke und der Neuordnung der GBAG der Rheinelbe Bergbau AG (Tochtergesellschaft der GBAG) zugeordnet; die alte Kokerei auf der Anlage 1/2 wird stillgelegt und abgerissen  
 
1957-1961  
Errichtung der Großkokerei Zollverein nordwestlich der Zentralschachtanlage Zollverein 12 (Architekt ebenfalls Fritz Schupp); es entstehen acht Ofenbatterien für eine maximale Tagesleistung von etwa 5000 Tonnen Koks und zugehörige Anlagen auf der Weißen Seite; am 12. September 1961 wird der erste Koks aus einem Ofen der Batterie 8 gedrückt  
 
1969  
Einbringung des Bergwerks Zollverein mitsamt Kokerei in die Ruhrkohle AG  
 
1971-1973  
Erweiterung der Kokerei um die Batterien 0 und 9 (die Ofenanzahl wächst von 192 auf 304); somit Erweiterung der täglichen Kokerei-Kapazität von bislang 5800 auf rund 8600 Tonnen Koks; außerdem werden täglich 360 Tonnen Teer, 60 Tonnen Schwefelsäure, 55 Tonnen Rohbenzol und mehr als 3,5 Millionen Kubikmeter Gas erzeugt; Zollverein ist eine der größten Kokereien Europas  
 
1983  
Entstehung des Verbundbergwerks Zollverein-Nordstern  
 
1984  
Die Koksofenbatterie 6 wird außer Betrieb genommen  
 
1986  
Stilllegung der Zeche Zollverein; die Kokerei Zollverein ist nunmehr der letzte produzierende Betrieb der Ruhrkohle AG in Essen  
 
1987  
Batterie 7 wird außer Betrieb genommen  
 
Beginn 1990er Jahre  
Die Kokerei Zollverein erhält zahlreiche Modernisierungen und Vorrichtungen im Rahmen des Umweltschutzes  
 
1993  
Verschlechterung des Absatzes von Kohle und Koks; am 30. Juni Stilllegung der Kokerei Zollverein, auf der bis zum Schluß über 1000 Beschäftigte arbeiteten  
 
1997  
Am 1. August gelangt das Areal der Kokerei unter die Aufsicht der Betriebsdirektion Sanierung von Bergbaustandorten der Ruhrkohle AG (BDSB); der BDSB zieht in den Verwaltungstrakt der Kokerei ein  
 
1998  
Die Schwarze Seite der Kokerei sowie Teile der Weißen Seite gelangen in die Obhut der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur  
 
1999  
Die Ausstellung „Sonne, Mond und Sterne“ wird in der Mischanlage der Kokerei Zollverein gezeigt; auf dem Dach der Löschgleishalle entsteht ein Solarkraftwerk; die Designer Speirs und Major versehen die Kokerei mit einer Lichtinszenierung  
 
2000  
Die Kokerei wird unter Denkmalschutz gestellt  
 
2001  
Die Industrielle Kulturlandschaft Zollverein wird von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt; die Maschinenseite der Kokerei erhält im Winter 2001/2002 eine künstliche Eislaufbahn; im ehemaligen Salzlager auf der Weißen Seite der Kokerei wird der von den Künstlern Ilya und Emilia Kabakov entworfene „Palast der Projekte“ dauerhaft installiert.
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