Industriedenkmal-Stiftung
Industriedenkmal-Stiftung NRW, 24.02.2018 07:02
www.industriedenkmal-stiftung.de/docs/5467623980522_de
Industrienatur
Denkmale und Industrienatur vereinen  
Neben der "Route der Industriekultur" wurde im Ruhrgebiet auch eine "Route der Industrienatur" entwickelt.  
Als Industrienatur wird das bezeichnet, "was auf stillgelegten Industrieflächen wächst und lebt". Durch Bodenaufschüttungen aus Schlacken, Bergematerial, Staub, Asche oder Bauschutt sind auf den Industriearealen künstliche Böden entstanden. Sie zeichnen sich durch Nährstoffarmut und geringe Wasserspeicherkapazität aus. Die Böden heizen sich im Sommer durch hohe Anteile an dunklen Materialien, z.B. Kohlenstaub, stark auf. Außerdem sind Industriestandorte durch den hohen Grad an Versiegelung wärmer als ihre Umgebung. Nur Pflanzen, die mit Hitze, Wassermangel, Nährstoffarmut und teilweise zu hohen pH-Werten auskommen können, gedeihen folglich auf den Industriebrachen. Die besonderen Mischungen aus seltenen Pflanzen und Tieren, die sich den schwierigen Lebensbedingungen angepasst haben, können Besucher auf der "Route der Industrienatur" kennen lernen.
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