Industriedenkmal-Stiftung
Industriedenkmal-Stiftung NRW, 22.09.2018 02:38
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Geschichte
Die Zeche Sterkrade in Oberhausen war eine von drei Steinkohlenbergwerken, welche die Gutehoffnungshütte in den 1890er Jahren anlegte. 1897 wurde mit dem Abteufen des Schachtes 1 begonnen, der eigentlich nur als Wetterschacht für die Zeche Osterfeld und als zweiter fahrbarer Ausgang für die Zeche Hugo-Haniel geplant war. Da auf der Zeche Hugo wegen des fehlenden Zugangs zum Steinkohlengebirge nicht gefördert werden konnte, nahm man jedoch auf Sterkrade 1903 die Kohleförderung auf. Zu dieser Zeit waren auch die Tagesanlagen weitgehend fertiggestellt. Es folgten der Aufbau einer Kohlenwäsche, einer Elektrischen Zentrale und einer Kokerei.  
 
Nachdem die Zeche Osterfeld im Zuge ihres Ausbaues zur Großschachtanlage 1933 die Kohleförderung von Sterkrade übernahm, diente Schacht 1 nur noch der Bewetterung, Seilfahrt, Materialförderung und Energieerzeugung. Schon damals riss man die Aufbereitungsanlagen und Teile der Kokerei ab. Nach dem 1989 erfolgten Verbund der Zechen Lohberg und Osterfeld wurde der bis dahin noch vorhandene Übertagebetrieb auf der Schachtanlage Sterkrade I/II im Frühjahr 1994 eingestellt. Schacht 1 wurde im gleichen Jahr verfüllt.
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