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| Geschichte | |
Die Zeche Radbod erlangte wenige Jahre nach ihren Anfängen traurige Berühmtheit durch eines der schwersten Grubenunglücke im deutschen Steinkohlenbergbau. Nach einer Schlagwetterexplosion am 12. November 1908 waren 350 Tote zu beklagen. Es dauerte fast ein Jahr bis zur Wiederaufnahme der Förderung. Seitdem wurden auf Radbod erstmals im Ruhrrevier unter Tage nur noch elektrische Handlampen benutzt. Radbod wurde als symmetrische Doppelschachtanlage erbaut. Über Schacht 1 und 2 entstanden 1905/06 "Deutsche Strebengerüste" der Bauart Klönne. Die ab 1903 üblichen Gerüste hatten den Vorteil, dass sie sich aufgrund einer Dreigelenk-Rahmenkonstruktion an Bergsenkungen anpassen konnten. Die ebenfalls erhaltenen Fördermaschinenhäuser entstanden 1905/06 im Stil des Historismus. Rundbogenfriese, Lisenen sowie der Wechsel von Backstein- und Putzfeldern gliedern die Fassaden. Die dampfbetriebenen Zwillings-Tandem-Fördermaschinen von 1907 (Friedrich-Wilhelmshütte, Mülheim) und von 1908 (Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen) gehören zu den noch wenigen erhaltenen in NRW.
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Zeche Pattberg:Die Fördergerüste mit Hängebänken und die Maschinenhäuser stammen von 1905/06 |
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Zeche Radbod: Zwillingstandemfördermaschine im Maschinenhaus |
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