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| Industriedenkmal-Stiftung NRW, 09.03.2010 11:42 | |||||||||||||||||||||||||||
| www.industriedenkmal-stiftung.de/docs/397089226433_de | |||||||||||||||||||||||||||
| Die Kokerei Zollverein | Essen-Stoppenberg | |||||||||||||||||||||||||||
Da die Koksnachfrage durch die großen Stahlkrisen stetig sank, wurde die Kokerei am 30. Juni 1993 stillgelegt. Danach gab es Pläne zum Verkauf der Anlage nach China. Als die langwierigen Verhandlungen scheiterten, sollte die Kokerei abgerissen werden. Dass es nicht dazu kam, ist im Wesentlichen ein Verdienst der Internationalen Bauausstellung IBA Emscher Park. Sie bezog die Industrieanlage in ihre Konzepte zum Strukturwandel ein und initiierte den Umbau der Kohlenmischanlage zu einem spektakulären Ausstellungsgebäude. 1998 nahm die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur die Kokerei Zollverein in ihre Obhut und kümmert sich seitdem um den Erhalt der Gebäude und technischen Anlagen und um eine denkmalgerechte neue Nutzung einzelner Bauten. 1999 rückte die ehemalige Industrieanlage mit der Ausstellung "Sonne, Mond und Sterne - Zur Kulturgeschichte der Energie" erstmals in das Bewusstsein einer großen Öffentlichkeit. Innerhalb von zwei Jahren kamen 300.000 Besucher zur Kokerei. Im Jahr 2000 wurde die Kokerei Zollverein mit den Bereichen der Koksproduktion (schwarze Seite) und der chemischen Produktion zur Gewinnung der Nebenprodukte (weiße Seite) unter Denkmalschutz gestellt. Der Erhalt der industriellen Kulturlandschaft Zollverein als ein Gesamtensemble aus Zeche und Kokerei führte schließlich im Jahre 2001 zur Eintragung der Zeche Zollverein Schacht XII und Schacht 1/2/8 sowie der Kokerei Zollverein in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Zusammen mit der benachbarten Zeche Zollverein entwickelt sich die Kokerei zu einem herausragenden Zukunftsstandort in Nordrhein-Westfalen. Dabei garantiert die Ansiedlung von Design, Gewerbe, Kunst und Kultur einen lebendigen Charakter und internationales Niveau. |
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