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Maßnahmen und Projekte zur Erhaltung und Entwicklung von Industriedenkmalen in NRW
Um die großen Ideen der Industriedenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen umzusetzen, wurden umfassende Konzepte und bis heute wirksame Strategien entwickelt. Sie sind ausgerichtet auf die Erhaltung und neue Nutzung von Industriedenkmalen im Sinne einer ressourcenschonenden, nachhaltigen Entwicklung sowie auf die Dokumentation, Erforschung und Vermittlung der Industriegeschichte im Rheinland und in Westfalen.  
 
Zu nennen ist zunächst die Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen (LEG), die als Treuhänderin des Landes über den Grundstücksfonds Nordrhein-Westfalen stillgelegte Flächen erwirbt. Die LEG arbeitet als Investorin, Projektentwicklerin und Planerin und engagiert sich unter anderem für die Sanierung und die neue gewerbliche Nutzung von stillgelegten Industrieflächen und denkmalwerten Anlagen.  
 
Von besonderer Bedeutung für die Bewahrung und Vermittlung der Industriegeschichte des Landes ist die Gründung des Westfälischen (1979) und des Rheinischen Industriemuseums (1984) durch die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland. An insgesamt 14 Museumsstandorten werden Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Produktions- und Arbeitsbedingungen des Industriezeitalters dokumentiert, erforscht und museal erschlossen. Die Museen widmen sich den Bereichen Kohle, Eisen, Metall, Glas, Papier, Textil, Ziegel sowie den Themen Wasserstraßen und Binnenschifffahrt auf Kanälen. Als Museumsbauten dienen historische Industrieanlagen, die auf diese Weise eine neue sinnvolle Nutzung gefunden haben.  
 
Mit der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) von 1989 bis 1999 wurde ein Programm zur Begleitung und Bewältigung des Strukturwandels von der Schwerindustrie zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft ins Leben gerufen. Die IBA leistete u.a. einen großen Beitrag zur Erhaltung industrieller Bauten und brachte gleichzeitig das Thema der Industriegeschichte und -kultur in die Öffentlichkeit. Die Erfolge sprechen für sich: Das ehemalige Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich zieht heute als industriell geprägter Landschaftspark große Besucherströme auf das Gelände und der Gasometer Oberhausen sowie die Mischanlage der Kokerei Zollverein in Essen überzeugen als einzigartige Ausstellungshallen für Kunst und Kultur.  
 
Eine weitere Einrichtung zur Bewahrung des industriellen Erbes ist die 1995 gegründete Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. Sie setzt sich - bundesweit einzigartig - für die Erhaltung von hochrangigen Industriedenkmalen ein, mit dem Ziel, diese vor dem Abriss zu bewahren, zu sichern, wissenschaftlich zu erforschen, öffentlich zugänglich zu machen und sie einer neuen, denkmalgerechten Nutzung zuzuführen.  
 
Bei der „Route der Industriekultur“, die auf einem 400 Kilometer langen Rundkurs Sehenswürdigkeiten aus 150 Jahren Industriegeschichte im Ruhrgebiet präsentiert, handelt es sich um ein umfassendes Tourismuskonzept, das vom Kommunalverband Ruhrgebiet und dem Land Nordrhein-Westfalen entwickelt wurde. Von den 19 Hauptstätten der Route, den sogenannten "Ankerpunkten", zweigen 24 Themenrouten ab, deren Spektrum von der "Großchemie und Energie" bis zu "Gärten und Parkanlagen" reicht.  
 
Nordrhein-Westfalen ist aber nicht nur das Land der einstigen Großindustrie, denn es verfügt auch über zahlreiche Regionen mit einer ausgeprägten kleinindustriellen und gewerblichen Geschichte. Um die Bandbreite des reichen industriellen Erbes erfahrbar zu machen und die charakteristische "Landkarte" der Industriekultur ins Bewusstsein zu bringen, rief das Land Nordrhein-Westfalen als Beitrag zu einer Kampagne des Europarates "Europa - ein gemeinsames Erbe" das "Jahr der Industriekultur 2000" ins Leben. In rund 1000 Veranstaltungen wurden landesweit Themen der Industriegeschichte und -kultur öffentlichkeitswirksam dargeboten.  
 
Bereits seit der Mitte der 1990er Jahre sind in NRW verschiedene Netzwerke der Industriekultur entstanden. Der Förderverein "Märkische Straße technischer Kulturdenkmäler e.V." wurde 1996 in Hagen gegründet mit dem Ziel, Maßnahmen zur Erhaltung und Erschließung der Technischen Kulturdenkmäler in der Märkischen Region (Märkischer Kreis, Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen) zu fördern.  
 
Das 1998 gegründete "Netzwerk Industriekultur Bergisches Land e.V." versteht sich "als zentrale Anlaufstelle für alle, die an der Geschichte und Gegenwart des Bergischen Landes als einer Industrie- und Kulturlandschaft interessiert sind". Des weiteren widmet sich der "Bergischer Ring e.V. " dem Aufbau eines dezentralen Nahverkehrsmuseums, das gleichzeitig Reisen mit historischen Verkehrsmitteln der Region zu touristisch interessanten industrie- und technikgeschichtlichen Stätten im Bergischen Land vermarktet.  
 
Stationen der Industrie- und Technikgeschichte werden in Ostwestfalen-Lippe in touristischen Themenreisen erschlossen, indem Bus- oder Radtouren zum Beispiel "Durchs Land der Schnapsbrenner, Ziegler und Glasbläser" führen. In der Region Maas-Rhein wurde 1998 der Verein "Industriemuseen in der Euregio Maas-Rhein e.V." ins Leben gerufen, um die Kooperation zwischen Museen in den fünf Teilregionen zu verbessern. Die Ziele des Vereins liegen sowohl im industriekulturellen als auch im touristischen Bereich.  
 
Im Sommer 2003 wurde in NRW das Projekt "Textilrouten" abgeschlossen. Es ging aus dem durch die Europäische Union geförderten Pilotprojekt "Europäische Textilrouten" hervor, das 1999-2001 realisiert wurde. Da die Geschichte der Textilindustrie in Nordrhein-Westfalen innerhalb dieses europäischen Projekts nur partiell dargestellt wurde (Textilmuseen sowie eine lokale Route in Krefeld), initiierte und förderte das Land NRW eine vollständige Präsentation mit Themenrouten in allen Regionen, die Textilgeschichte schrieben (Nordeifel, Münsterland, lokale Route in Wuppertal).  
 
Mit dem Westfälischen und dem Rheinischen Industriemuseum, den Standorten der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, den Ankerpunkten der Route der Industriekultur sowie allen technik- und industriegeschichtlichen Denkmalen, Museen und Routen verfügt das Land Nordrhein-Westfalen über ein breit gefächertes Netzwerk zur Industriegeschichte. Dieses Netzwerk hat innerhalb Deutschlands und weit darüber hinaus Vorbildwirkung; ein Grund mehr zur weiteren Ausbreitung – hin zu einer Europäischen Route der Industriekultur, wie sie auf Anregung der in Duisburg ansässigen Deutschen Gesellschaft für Industriekultur geplant wird. Ein großer Erfolg der Industriedenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen war die Aufnahme des Industriekomplexes der Zeche Zollverein in Essen ins Welterbe der UNESCO im Jahre 2001. Doch sind die Erfolge der Industriedenkmalpflege kein Anlass, sich zurückzulehnen. Die Zahl der gefährdeten industriegeschichtlichen Zeugnisse ist, auch in Nordrhein-Westfalen, immer noch sehr hoch. Umso mehr ist die Industriedenkmalpflege auf die Aufmerksamkeit vor Ort und auf die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer angewiesen, die sich in Initiativen und Geschichtsvereinen für das industrielle Erbe des Landes engagieren.
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