Industriedenkmal-Stiftung
Industriedenkmal-Stiftung NRW, 11.12.2017 02:08
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Zeche Gneisenau Schacht 2/4 | Dortmund-Derne
<b>Zeche Gneisenau:</b> Der Tomson-Bock, die Schachthalle über Schacht 2 und das Doppelbockgerüst mit Maschinenhäusern über Schacht 4 stehen seit 1989 unter Denkmalschutz.
Der Tomson-Bock auf Gneisenau stammt von 1885/86 und gilt unter Industriehistorikern als Kleinod. Bei dem mittlerweile aufwändig restaurierten Denkmal handelt es sich um das älteste erhaltene stählerne Fördergerüst des Ruhrgebiets. Der Ingenieur C. Erdmann hatte den Gerüsttyp 1868 in Anlehnung an den Englischen Bock entwickelt. Benannt wurde das Fördergerüst nach dem Gneisenauer Bergwerksdirektor Eugen Tomson, auf dessen Betreiben der Bautyp im Ruhrgebiet weite Verbreitung fand. Wegen seines hohen Konstruktionsgewichtes wurde er nach dem Ersten Weltkrieg durch das Deutsche Strebengerüst abgelöst.  
 
Das Steinkohlenbergwerk Gneisenau, das zeitweise eines der größten Europas war, schloss 1985 als vorletzte Dortmunder Zeche. Erhalten blieben der Tomson-Bock nebst historistischer Schachthalle mit Wagenumlauf sowie das Doppelbockgerüst über Schacht 4 von 1933 mit den beiden Maschinenhäusern. Als stadtbildprägende Objekte werden die Denkmale in eine neue städtebauliche Nutzung, die eine lockere Wohnbebauung und die Ansiedlung von Gewerbe vorsieht, eingebunden.
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