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| Industriedenkmal-Stiftung NRW, 17.05.2012 10:44 |
| www.industriedenkmal-stiftung.de/docs/1145657979164_de |
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| Chronik des Bergwerks Gneisenau |
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1872 Konsolidation (Vereinigung) der 1858/59 verliehenen Steinkohlen- und Eisenerzfelder Union und Union II – VIII unter dem Namen „Union“; alle Anteile (1000 Kuxe) befinden sich im Besitz des Montanindustriellen Friedrich Grillo. 1873 Beginn der Abteufarbeiten für Schacht 1 1874/1875 Umbenennung der Gewerkschaft Union in Gewerkschaft Gneisenau 1875 Wegen starker Wasserzuflüsse werden die Arbeiten bei 173 m Teufe eingestellt. 1882 Umwandlung der Gewerkschaft Gneisenau in eine Aktiengesell-schaft; Wiederaufnahme des Teufens in Schacht 1 1883 Beginn der Abteufarbeiten für Schacht 2 1886 Aufnahme der Kohlenförderung in Schacht 1 1887 Wetterschacht 2 in Betrieb; Schlagwetterexplosion mit 15 Toten, ausgelöst durch unbefugtes Öffnen einer Sicherheitslampe (14.11.) 1890 Inbetriebnahme der ersten Kokerei (60 Flammöfen) 1891 Erwerb der Zechen Gneisenau, Scharnhorst und Preußen durch die Harpener Bergbau-AG 1901 Beginn der Abteufarbeiten für Schacht 3 (1903 in Förderung) 1902 Dynamitexplosion auf dem Zechenplatz mit 13 Toten (12.12.) 1905/1906 Einführung der elektrischen Lokomotivförderung unter Tage; die Zahl der Grubenpferde sinkt von 86 auf 12. 1907 Inbetriebnahme einer neuen Kokerei mit 144 Öfen 1923 Ruhrkampf: Besetzung durch französische Soldaten (16.9.-10.10.) 1925-1927 Abteufen des Wetterschachtes Grevel für die Zeche Preußen II 1927 Baubeginn für Zentralkokerei (1928 in Betrieb) und neue Wäsche (1930 in Betrieb) 1928 Ansetzen eines Verbindungsquerschlags nach Scharnhorst 1930 Durchschlag zwischen Gneisenau und Scharnhorst; Teufbeginn für Zentralförderschacht 4 1931 Einstellung der Förderung auf Scharnhorst; Übernahme des Wetterschachts Grevel von Preußen 1934 Aufnahme der Förderung im Zentralförderschacht 4 1943-1945 Durch Luftangriffe werden die Tagesanlagen und das Barackenlager an der Derner Bahnstraße schwer beschädigt. 1944 saufen die 3. Sohle Gneisenau und die 4. Sohle Scharnhorst ab. 1945 Amerikanische Truppen besetzen die Zeche (12.4.). Am 19.6. wird die Förderung wieder aufgenommen. 1946 Wiederinbetriebnahme der Kokerei 1963 Umbau des Schachtes Gneisenau 3 zum Zentralförderschacht mit vollautomatischer Gefäßförderung; Übernahme des Baufeldes Victoria 3/4 (Verbundbergwerk Gneisenau) 1967 Inbetriebnahme des Schachtes Kurl 3 für Seilfahrt und Materialförderung; Auffahrung eines Förderbergs von Victoria 3/4 nach Gneisenau. 1969 Einbringung in die Ruhrkohle AG 1970 Mit einer Förderung von über 3 Millionen Tonnen und knapp 6000 Mitarbeitern ist Gneisenau das größte Bergwerk im Ruhrrevier. 1971-1977 Hydromechanische Gewinnung und Förderung im Baufeld Gneisenau 1972 Inbetriebnahme des Wetterschachtes Kurl 4 1974 Das Verbundbergwerk Gneisenau erreicht mit 6321 Beschäftigten und 4.214.538 Tonnen die höchste Kohlenförderung seiner Geschichte; Explosion auf der Kokerei mit 5 Toten (17.7.) 1978 Durchschlag zwischen Victoria 1/2 und Gneisenau 1982 Stillegung der Baufelder Gneisenau und Kurl 4 1984 Beginn der Anschlußarbeiten an das Bergwerk Haus Aden 1985 Am 4. August stellt Gneisenau die Förderung ein. Die Baufelder Victoria 1/2 und Kurl 3 fallen an Haus Aden. Die Tagesanlagen werden stillgelegt, mit Ausnahme der Kokerei, die nicht mehr benötigten Schächte verfüllt. Schacht Gneisenau 4 bleibt bis Ende 1999 für die Zentrale Wasserhaltung in Betrieb. 1989 Am 30. September wird die Kokerei Gneisenau stillgelegt. 1997 Tomson-Bock und Doppelstrebengerüst gelangen in die Obhut der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 2000 Im Juni wird der Schacht Gneisenau 4 verfüllt. 2002/03 Tomson-Bock und Schachthalle werden saniert. 2004 Am Fördermaschinenhaus 1, Schacht 4 werden Sicherungsarbeiten am Dach und an den Fenstern durchgeführt. Am 15. Mai wird dem Knappenverein Glück Auf Gneisenau Hostedde 1896 das Fördermaschinenhaus 1, Schacht 4, zur Nutzung übergeben.
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