1855-1858 Verleihung von mehreren Grubenfeldern in den Gemeinden Deusen, Bodelschwingh, Nette und Lindenhorst nordwestlich der damaligen Stadt Dortmund 1872 Teufbeginn Schacht 1 1873 Acht Todesopfer durch Absturz der Schachtbühne 1874 Schacht 1 erreicht das Steinkohlengebirge; Baubeginn des Malakowturms und des Fördermaschinenhauses 1875 Gründung der Gewerkschaft des Steinkohlen- und Eisensteinbergwerks Fürst Hardenberg unter maßgeblicher Beteiligung des Montanindustriellen Friedrich Grillo; Konsolidation der Grubenfelder zu einer 13,2 Quadratkilometer großen Steinkohlen-Berechtsame; Weiterteufen des Schachtes auf 325 Meter, dabei vorübergehende Teufeinstellung wegen starker Wasserzuflüsse 1876 Beginn der regelmäßigen Kohlenförderung 1877 Einführung der Seilfahrt; Anschluss an die Dortmund-Gronau-Enscheder Eisenbahnstrecke 1880 Die Kohlenförderung erreicht über 100.000 Tonnen bei einer Belegschaft von 383 Mann 1881 Konsolidation der Grubenfelder der Zeche Fürst Hardenberg in Lindenhorst mit denjenigen der benachbarten Zeche Minister Stein in Eving zu Vereinigte Stein & Hardenberg (Berechtsame 24,6 Quadratkilometer groß); Entdeckung einer untertägigen Solequelle auf Fürst Hardenberg 1882 Die Gelsenkirchener Bergwerks AG (GBAG) übernimmt das Bergwerk Ver. Stein & Hardenberg; 25 Tote bei einem Seilriss in Schacht 1 1884 Inbetriebnahme eines Solbades auf der Zeche Fürst Hardenberg (Stilllegung des Bades 1901) 1885 Untertägige Verbindung der beiden Zechen auf der 2. Sohle 1897 Abteufbeginn Schacht 2 1898 Fertigstellung des Hardenberghafens in der Nachbarschaft der Schachtanlage: das Bild von der Zeche Hardenberg am Wasser wird geprägt; Baubeginn der Kolonie Exterberg (Alte Kolonie) zwischen den Zechen Minister Stein und Fürst Hardenberg 1899 Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals 1900 Schacht 2 wird Hauptförderschacht 1902 Einstellung der Kohlenförderung in Schacht 1, der nunmehr zu Wetter-, Seilfahrts- und Wasserhaltungszwecken gebraucht wird 1905 Einsatz von Bohrhämmern untertage 1913 Nach den Kaiserstuhl-Schachtanlagen des Eisen- und Stahlwerks Hoesch ist Ver. Stein & Hardenberg das zweitgrößte Bergwerk im Dortmunder Raum 1922 Baubeginn einer neuen Aufbereitung und eines Verwaltungs- und Kauengebäudes 1923 Teufbeginn Schacht Minister Stein 4 mit dem Ziel der Umwandlung der Zeche Minister Stein in eine Großschachtanlage 1926 Inbetriebnahme Schacht Minister Stein 4 in Eving (der Hammerkopf-Förderturm steht heute unter Denkmalschutz); Übergang der GBAG in die Vereinigte Stahlwerke AG 1941 Mit rund 3,7 Mio. geförderter Kohlen ist Ver. Stein & Hardenberg das größte Steinkohlenbergwerk des Ruhrgebiets, auf Fürst Hardenberg entfallen davon rund 1,5 Mio. Tonnen (höchste Jahresförderung); 2.921 Arbeiter und Angestellte sind auf Fürst Hardenberg beschäftigt 1960 Einstellung der Kohlenförderung und Übernahme durch die Zeche Minister Stein; in der Folge ist Fürst Hardenberg Außenanlage und unter der Ruhrkohle AG noch bis 1998 Zentralwerkstatt 1963 Einstellung auch der Seilfahrt, Schacht 1 endgültig außer Betrieb; Abbruch von Tagesanlagen 1975 Bergberufsschule auf Fürst Hardenberg 1983 Verfüllung Schacht 1 1987 Stilllegung der Zeche Minister Stein als letztes Dortmunder Steinkohlenbergwerk 1989 Verfüllung Schacht 2 1997 Der Malakowturm über Schacht 1 und das zugehörige Fördermaschinenhaus als allein verbliebene und denkmalgeschützte Tagesanlagen der Zeche Fürst Hardenberg gelangen in die Obhut der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
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