Industriedenkmal-Stiftung
Industriedenkmal-Stiftung NRW, 09.12.2018 11:15
www.industriedenkmal-stiftung.de/docs/0357165700289_de
Geschichte
1902 erwarb der preußische Staat ein Grubenfeld, das den Namen der angrenzenden Bauerschaft "Zweckel" erhielt. Über Schacht 1 und 2 entstanden 1910/12 deutsche Strebengerüste, die heute zu den ältesten erhaltenen im Ruhrgebiet zählen. 1929 wurde Zweckel mit der Schachtanlage Scholven zusammengeschlossen, über welche dann die Kohle gefördert wurde. 1963 erfolgte die Stilllegung von Zweckel/Scholven. Bis 1995 dienten die Zweckeler Schächte noch der Wasserhaltung benachbarter Zechen.  
 
Das Herzstück der Zeche Zweckel war die Maschinenhalle von 1909, ein Ziegelbau, dessen Architektur eher an ein Schloss als an eine Stätte der Arbeit erinnert. Der Außenbau im historistischen Stil erscheint für die Erbauungszeit altertümlich im Vergleich zum Innenraum mit Formen und Ornamenten des Jugendstils. Besonders repräsentativ ist die Gestaltung der Empore, die ursprünglich mit Schalttafeln versehen war. An den Wänden der Halle sind noch schemenhaft Schablonenmalereien mit Arkaden und Friesen zu erkennen. Nur noch wenige technische Anlagen deuten auf den ehemals großen Maschinenpark. Erhalten sind die Umformer sowie die beiden elektrischen Fördermaschinen der Firmen AEG (Elektrik) sowie Thyssen & Co. (Mechanik) von 1908, die ebenfalls zum Denkmalbestand zählen.
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